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Die Reformation in Nassau-Dillenburg

 

 

Die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert wird gemeinhin als Beginn der Neuzeit festgelegt (1492 Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus). Es war eine Zeit revolutionärer Veränderung auf fast allen Gebieten.

 


Wie kam es nun zur Reformation in Nassau-Dillenburg?



Am 31. Oktober 1517 schlug Luther seine 95 Thesen an die Schlosskirchentür zu Wittenberg als Diskussionsgrundlage für eine Erneuerung des Glaubenslebens seiner ihm anvertrauten Gläubigen gegen den nach seiner Meinung falschen Ablasshandel, der damals in den deutschen Landen betrieben wurde. Bereits vor Luther hatte es Ansätze für reformatorische Bestrebungen gegeben, die aber nie eine große Breitenwirkung erzielten. In den Jahren 1517 bis 1521 breiteten sich die Gedanken Luthers bis in die entlegensten Dörfer aus. Flugschriften und Bücher machten dies möglich.



Die Macht des Kaisers war immer schwächer geworden, während die Landesherren immer mehr Rechte für sich in Anspruch nahmen. So fühlten sie sich auch für das geistliche und kirchliche Leben in ihren Territorien verantwortlich.



In dieser Situation lud der neugewählte Kaiser Karl V. 1521 zum Reichstag in Worms ein, um die Angelegenheit Luthers zum Ende zu bringen. Der Dillenburger Landesvater, Graf Wilhelm der Reiche, hörte auf diesem Reichstag Luthers todesmutiges Bekenntnis und war davon wohl tief beeindruckt. Friedrich der Weise, Luthers Landesherr, und der Landgraf von Hessen, Philipp der Großmütige, hatten schon sehr bald der neuen Lehre in ihrem Lande Eingang verschafft. Wilhelm war von kluger und besonnener Natur, der nichts überstürzte.



Im Jahre 1530 auf dem Reichstag zu Augsburg, wo die protestantischen Fürsten dem Kaiser ihr "Bekenntnis" (die Confessio Augustana) übergaben, fiel wohl seine endgültige Entscheidung für die Einführung der lutherischen Lehre in seinem Land. So wurde Heilmann Bruchhausen von Krombach 1530 der erste evangelische Pfarrer in der Grafschaft Nassau-Dillenburg.

 

   
 
    Text entnommen aus:
    "Gottes Geist weht wo er will - auch im Land an der oberen Dill..."
    Günter Zanger, Dillenburg, 1990
 

 

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