
Die Herde hüten | Gemeinde lebt vom Mitmachen
Das Ehrenamt ist ein Grundpfeiler unserer Kirche: Die Gemeinden leben vom "Priestertum aller Gläubigen", wie es von den Reformatoren hervorgehoben wurde. Erst dieses Engagement ermöglicht die vielfältigen Angebote in den Kirchengemeinden. Für manche Dienste stehen in den Dekanaten auch Hauptamtliche zur Verfügung. Ob Angestellter oder Ehrenamtlicher - jeder kann hier mit seinen Gaben und Kompetenzen kirchliches und soziales Leben aktiv mitgestalten.
Job-Börse
Hauptamtlich mitarbeiten im Kindergarten, in der Kirchengemeinde oder in den Dekanaten. Unsere aktuellen Angebote:
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Ehrenamtlich mitarbeiten
Ob im Kirchenvorstand oder im Gottesdienst, als Jugendlicher oder Senior: Ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde ist vielfältig und keine Frage des Alters. Es ist eher eine Frage der Begabung und der eigenen Interessen. Hier ein paar Beispiele:
Mitarbeit im Kirchenvorstand
Jedes evangelische Kirchenmitglied kann mitentscheiden, wer die Geschicke seiner Kirchengemeinde lenkt. Alle sechs Jahre werden in den 1.181 Gemeinden der EKHN die Kirchenvorstände gewählt, das nächste mal im Herbst 2015. Wahlberechtigt sind alle Gemeindeglieder, die mindestens 14 Jahre alt sind. Wer 18 Jahre alt und konfirmiert ist, kann von seiner Gemeinde als Kandidatin oder Kandidat aufgestellt werden. Der Kirchenvorstand ist das oberste Leitungsorgan der Gemeinde. Je nach Gemeindegröße besteht er aus sechs bis zwanzig Mitgliedern sowie den Pfarrerinnen und Pfarrern der Gemeinde. Den Vorsitz des Kirchenvorstands bestimmen die Mitglieder durch geheime Wahl, wobei entweder ein Gemeindemitglied oder ein Pfarrer bzw. eine Pfarrerin bestimmt werden kann.
Gottesdienste gestalten als Prädikant
Prädikanten symbolisieren evangelisches Profil Viele Ehrenamtliche (etwa 780 Prädikanten und 580 Lektoren) sind in der EKHN zum Predigtdienst bevollmächtigt. Darin gewinnt ein besonderes Erbe der Reformation Gestalt – das „Priestertum aller Gläubigen“. Denn der Auftrag, das Evangelium zu verkündigen, ist der ganzen Gemeinde gegeben. Für den Auftrag der öffentlichen Verkündigung qualifiziert und beauftragt die EKHN neben Pfarrerinnen und Pfarrern dazu geeignete Gemeindeglieder – die Prädikanten und Lektoren. Prädikanten sind beauftragt, selbstverfasste Predigttexte zu halten, das Abendmahl austeilen und dürfen in seltenen Fällen nach Absprache mit dem Dekan Trauerfeiern, Taufen oder Trauungen durchführen. Der Zeitaufwand für die Vorbereitung einer Predigt und für das Prädikantenamt im Allgemeinen ist unterschiedlich. Wie oft und wo Prädikanten im Einsatz sind, ist völlig unterschiedlich und hängt auch vom persönlichen Zeitkontingent ab. Niemand ist verpflichtet, eine bestimmte Anzahl an Stunden zu leisten. Hochkonjunktur haben Prädikanten, wenn ein Pfarrer längere Zeit krank ist oder bei einer Jugendfreizeit mitfährt. Und dann müsse man auch über den Tellerrand der eigenen Gemeinde hinausschauen.
Sie gehören nicht zum alten Eisen
In den Kirchengemeinden und Dekanaten sind Senioren nicht wegzudenken, ihr oft jahrelanges Engagement ist unschätzbar wertvoll. Mit Erfahrungen aus der Finanz- und Arbeitswelt, handwerklichem Geschick oder der Kindererziehung tragen sie zu einem lebendigen Gemeindeleben bei. Sie alle haben etwas einzubringen in das kirchliche Leben. Die Kirche möchte für alle Frauen und Männer in vorangeschrittenem Alter ein Ort sein, an dem sie willkommen sind, unabhängig davon, ob sie ehrenamtlich das kirchliche Leben mitgestalten, kirchliche Veranstaltungen besuchen oder Hilfsangebote nutzen.
Schluss mit der Einsamkeit – kirchliche Angebote verbinden
Senioren besuchen erkrankte Gemeindemitglieder, nehmen an Angeboten der Kirchengemeinde teil oder freuen sich auf den nächsten Seniorenausflug. Die Kirche ist eine der Möglichkeiten, bei denen Senioren Gemeinschaft erleben können. Dies ist besonders wichtig, wenn beispielsweise der Lebenspartner verstorben ist und die Kinder weit entfernt wohnen.
In Bibelkreisen, nach dem Gottesdienst, bei Seniorenreisen, Vorträgen und Konzerten treffen sie sich. In unseren Dekanaten wird das "Miteinander der Generationen" groß geschrieben.
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