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Konfirmation | Auf das Ja Gottes antworten

Noch mehr zur Konfirmation

Wie gestalte ich die Feier im Familienkreis, wie die Einladungen? Habe ich eigentlich nach der Konfirmation automatisch schulfrei? Wie erleben andere die Konfi-Zeit? Fragen über Fragen. Wie gut, dass es das "konfi-web" gibt...  » Link

Das Wort „Confirmatio“ bedeutet „Befestigung, Bekräftigung“. Du bestätigst also als mündige Christin oder als Christ das Versprechen, dass deine Eltern und Paten bei deiner Taufe gegeben haben. Dadurch wird erneut deutlich, dass Gott „Ja“ zu dir sagt, dich so annimmt, wie du bist. Von nun an giltst du als mündiges Mitglied der christlichen Gemeinde und entscheidest auf der Grundlage der Bibel selbst über deinen Glauben.

 

 

Früher war es in den christlichen Gemeinden üblich, nur Erwachsene zu taufen. Davor gab es einen Taufunterricht, der manchmal mehrere Jahre dauerte. Man lernte während dieser Zeit den christlichen Glaubens kennen und erfuhr, wie Menschen als Christen miteinander leben können.

 

Am Ende des Unterrichts stand dann die Entscheidung, sich taufen zu lassen. Irgendwann setzte sich aber in vielen Gegenden die Kindstaufe durch. Kindstaufe heißt: Die christlichen Eltern eines Neugeborenen entschieden sich nun stellvertretend für ihr Kind für den christlichen Glauben. Einfach deswegen, weil sie wollten, dass das Kind von Anfang an in diesem Glauben und mit diesem Vertrauen aufwächst.

 

Auf diese Weise fiel jedoch der Tauf-Unterricht, das Kennenlernen des eigenen Glaubens weg: Man wurde einfach in seinen Glauben "hinein geboren". Und die Gemeinden merkten: Da fehlt jetzt was! Wenn man getauft ist, gehört man zwar zur christlichen Gemeinde, und zwar mit allem drum und dran. Aber es wäre schon gut, wenn junge Christinnen und Christen ihren Glauben und ihre Religion auch nach ihrer Taufe als Säugling noch besser kennen lernen könnten, auch um bewusst ja zu ihrer Taufe und ihrem Glauben zu sagen.

 

Im Laufe der Zeit entwickelte sich aus dieser Idee ein christlicher Glaubens-Unterricht. Zuerst gab es nur eine Vorbereitung auf das erste Abendmahl. Nach und nach wurde diese Vorbereitung aber umfangreicher und länger. Seit dem 18. Jahrhundert etwa kennt man in den evangelischen Kirchen den Konfirmationsunterricht, der mit der Konfirmationsfeier endet. Auf diesen Seiten erfährst Du näheres zum Konfirmanden-Unterricht von heute.

 


Checkliste für den Gottesdienstbesuch

 

 

Viele Jugendliche sind als Kind schon in einem Gottesdienst gewesen: im Kindergottesdienst, zu Weihnachten oder bei einer Familienfeier wie Taufe oder Hochzeit. In der Konfirmandenzeit jedoch besuchst du eine bestimmte Anzahl von Erwachsenengottesdiensten.

Einige Konfirmandinnen fühlen sich anfangs unbehaglich und fragen sich: „Wie soll ich mich richtig verhalten?“ 

 

 

Am besten verhältst du dich, indem du innerlich und äußerlich den Gottesdienst miterlebst. Denn du bist nicht nur Zuschauer, sondern auch Beteiligter. So bist du beispielsweise eingeladen, die Lieder mitzusingen und auch mitzubeten. 

 

» Mehr dazu:

Checkliste für den Gottesdienstbesuch

 


 

 

Deine Rechte als konfirmierter Christ

Als konfirmierte Christin oder konfirmierter Christ genießt du einige Rechte: Du kannst Patin bzw. Pate werden. Du hast aktives Wahlrecht, um die Mitglieder des Kirchenvorstandes der Gemeinde zu wählen. Du hast passives Wahlrecht, das heißt, du kannst in die Gemeindevertretung gewählt werden. Du kannst kirchlich heiraten, da die Trauung in der Regel die Konfirmation voraussetzt. Du darfst im Notfall die sogenannte Nottaufe vornehmen. Du bist eingeladen, am Abendmahl teilzunehmen. (In einigen Gemeinden ist dies auch schon vorher möglich.)

 

Die Konfi-Zeit bietet viele wichtige Impulse

Für viele evangelische Jugendliche ist der Tag der Konfirmation das größte Fest bisher in ihrem Leben. Viele Gäste reisen dann dir zu Ehren von weit her an und zeigen dir auch mit Geschenken, wie sehr du ihnen am Herzen liegst.

 

Um dich auf diesen großen Tag vorzubereiten, besuchst du zuvor den Konfirmanden-Unterricht. Dort geht es nicht um Leistungen, sondern du stehst mit deinen Fragen zum Sinn des Lebens, zur Zukunft und zum Glauben im Mittelpunkt. Zusammen mit den anderen erfährst du, was wichtig für dein Leben ist. Besonders auf Konfirmandentagungen oder –freizeiten erlebst du in der Konfi-Gruppe Spaß, Gemeinschaft und Spiritualität. Die Pfarrerin bzw. der Pfarrer und andere Menschen in der Gemeinde geben dir wichtige Impulse für dein künftiges Leben.

 

Das Wort „Confirmatio“ bedeutet „Befestigung, Bekräftigung“. Du bestätigst also als mündige Christin oder als Christ das Versprechen, dass deine Eltern und Paten bei deiner Taufe gegeben haben. Dadurch wird erneut deutlich, dass Gott „Ja“ zu dir sagt, dich so annimmt, wie du bist. Von nun an giltst du als mündiges Mitglied der christlichen Gemeinde und entscheidest auf der Grundlage der Bibel selbst über deinen Glauben.

 

Zum evangelischen Konfirmandenunterricht werden Jugendliche im siebten Schuljahr eingeladen. Die Anmeldezeiten werden meist auch im Gemeindebrief oder in der Tageszeitung veröffentlicht. Auch in der Schule erfährst du vielleicht davon. Du kannst oder deine Eltern können auch selbst Kontakt zu deiner Gemeinde aufnehmen. Zur Teilnahme meldest du dich gemeinsam mit einem Erziehungsberechtigten an.

 

Höhepunkt der Konfirmandenzeit ist der festliche Konfirmations-Gottesdienst. Zuvor besuchst du gemeinsam mit deiner Gruppe in deiner Gemeinde etwa ein Jahr lang den Konfirmandenunterricht und gehst auch regelmäßig sonntags in die Kirche.

 

Bei der Anmeldung ist Folgendes zu bedenken:

 

  • Die Pfarrerin oder der Pfarrer lädt die künftigen Konfirmanden (und Eltern) ein, sie unterschreiben ein Formular. Dazu muss die Taufbescheinigung (Stammbuch) vorgelegt werden.

  • Falls deine Eltern nicht der Kirche angehören, können sie dich trotzdem zum Konfirmandenunterricht anmelden.

  • Du wirst in der Regel in deiner Wohnortgemeinde konfirmiert. Wenn sich die Pfarrerin oder der Pfarrer deiner Wohnortgemeinde und der Pfarrer deiner gewünschte Gemeinde einig sind, kannst du dich an einem anderen Ort konfirmieren lassen.

  • Wenn du noch nicht getauft bist, ist der Konfirmandenunterricht gleichzeitig der Taufunterricht. Du wirst dann während deiner Konfirmandenzeit getauft, wobei der Zeitpunkt in den Gemeinden unterschiedlich gewählt wird. So taufen beispielsweise einige am Beginn des Unterrichtsjahres, andere in der Osternacht kurz vor der Konfirmation.

  • Auch wer katholisch getauft wurde, kann sich konfirmieren lassen.

 

Etwa ein Jahr lang bereitest du dich auf deine Konfirmation vor. In dieser Zeit besuchst du auch die Gemeindegottesdienste. Im Konfirmandenunterricht lernst du Wesentliches über den christlichen Glauben durch deine Pfarrerin bzw. deinen Pfarrer. Wichtig ist, dass du den Unterricht regelmäßig besuchst, denn Konfirmanden sind zur Teilnahme am Unterricht verpflichtet.

 

In der Kirchenordnung ist festgehalten, wozu dieser Unterricht gut ist:

 

„Der Konfirmandenunterricht soll den Jugendlichen helfen, die Bedeutung der Taufe zu erkennen und als Christen ihren eigenen Platz in der Gemeinde und in der Welt zu finden. Er vermittelt Grundwissen und leitet dazu an, Fragen des Glaubens zu erörtern und Folgerungen für das eigene Leben zu ziehen.“

 

Dies bedeutet, dass Du dabei erfährst, wie biblische und kirchliche Themen dein Leben bereichern und ihm Halt geben können. Neben dem Unterricht gehören aber auch Erlebnisse auf Freizeiten, Tagungen oder Ausflügen zur Konfirmandenzeit. Mit diesen Inhalten wirst du dich in dieser Zeit beschäftigen:

  • Schöpfungsgeschichte der Bibel
    Frau und Mann werden
    Sinn des menschlichen Lebens

  • Auszug des Volkes Israel aus Ägypten und die 10 Gebote
    Befreiungserfahrung und Unterdrückung

  • Psalmen und Vater unser
    die eigene Beziehung zu Gott

  • Leben und Tod Jesu sowie dessen Botschaft
    Kann ich mir auch in schwierigen Situationen treu bleiben?

  • Auferstehung und Taufe
    Was gehört zu meinem Leben als Christin oder Christ?

  • Glauben, Glaubensbekenntnis, Kirche und Abendmahl
    Wo hat der evangelische Glaube in meinem Leben einen Platz?

 

Ihr denkt jedoch auch über Themen wie Vorbilder, Schönheitsideale, Drogen und Freundschaft nach, von denen aus ihr dann die Inhalte des christlichen Glaubens erarbeitet.

 

 

 

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