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Fasten hilft, sich neu auszurichten

 

Haben Sie es schon bemerkt? Die tollen Tage sind vorbei. Keine Berichte mehr von närrischen Sitzungen in den Zeitungen, keine Fernsehübertragungen mit donnerndem Helau. Seit Aschermittwoch ist das alles wirklich vorbei.

 

Der Wechsel der Kirchenjahreszeit, sonst kaum wahrgenommen, markiert einen deutlichen Einschnitt. Wir befinden uns in der so genannten Passions- oder auch Fastenzeit.

 

Fasten! Haben Sie schon einmal gefastet? Vielleicht nach Weihnachten, wenn nach dem üppigen Essen und Trinken Rock oder Hose etwas spannten. Oder vor dem Sommerurlaub, um störende Fettpölsterchen noch weg zu bekommen. Oder auch, weil Ihr Arzt Sie beim letzten Besuch etwas bedenklich anschaute. Viele versuchen es für sich selbst, andere begeben sich auf Fastenwanderungen oder in Fastenkuren, um mit anderen zusammen dem Ziel näher zu kommen: Weniger Pfunde, aber dafür mehr Wohlbefinden, mehr Lebenslust, kurz: Das Gefühl, sich selbst etwas Gutes zu tun.

 

Vom Fasten ist in der Bibel häufig die Rede. Es gibt im Judentum Fastentage und Fastenzeiten. Johannes der Täufer und seine Jünger leben asketisch und fasten viel.

 

Auch Jesus lebt in dieser Tradition. Vor Beginn seiner Wirksamkeit zieht er sich 40 Tage und Nächte zurück, um zu fasten. Dabei geht es ihm wie den anderen nicht darum, überflüssige Pfunde los zu werden.

 

Das Fasten dient der Vorbereitung auf etwas anderes. Körper und Geist werden leer, um Neues aufnehmen und angehen zu können. Für ihn der Weg als von Gott berufener Prediger, Lehrer und Heiler durch die Dörfer und Städte Galiläas nach Jerusalem.

 

Fastenzeit, Passionszeit. Vom Endpunkt des Weges Jesu her, von Jerusalem, kommt Neues auf uns zu. Das Kreuz auf Golgatha, das Felsengrab vor der Stadt sind nicht die Schlusspunkte der Geschichte Jesu. Sie sind der Anfang der neuen Geschichte Gottes mit ihm und mit allen, die darauf vertrauen können.

 

Nutzen wir die Zeit bis dahin, um auf Überflüssiges zu verzichten und so offen zu werden für das, was von Ostern her auf uns zukommt. „Ich leben, und ihr sollt auch leben“, sagt Jesus seinen Jüngern zum Abschied (Johannes 14,19). Neues, unvergängliches Leben ist verheißen. Schon jetzt kann uns das helfen, unser Leben danach auszurichten.

 

Pfarrer Michael Karg, Propst i.R.

 


 

 

 

Fasten: Atempause vom alltäglichen Trott

 

Atempause – unter dem Motto stand vor einigen Jahren die Fastenaktion „7 Wochen Ohne“ der evangelischen Kirche. Rund zwei Millionen Menschen nehmen jedes Jahr an dieser Aktion teil: viele verzichten in den Wochen vor Ostern zum Beispiel bewusst auf Süßigkeiten, Fernsehen oder Alkohol. Manche nehmen sich auch etwas Besonderes vor oder schaffen sich einfach täglich Zeit für Meditation und Gebet.

 

Ziel dabei ist, Gewohntes zu durchbrechen, mir Dinge klar zu machen und mich neu auszurichten in meinem Leben.



Eine interessante Idee setzt eine Schulklasse mit ihrer Religionslehrerin um: Sie machen CO2- Fasten. Ich habe einen Moment gestutzt, als ich das hörte. Klar, die Klimakatastrophe ist zur Zeit in aller Munde. Doch konkrete Schritte erwarten wir eigentlich von der Politik. Der Blick auf mein eigenes Handeln und meine Verantwortung fällt oft schwer.


Die Schülerinnen und Schüler sind das ganz praktisch angegangen: Sie haben zu Hause überprüft, wo sie Energie einsparen können: Die Stand-by-Geräte ausschalten, Energiesparlampen einsetzen. Den Computer nicht den ganzen Tag laufen lassen und statt mit dem Auto zum Bäcker zu fahren, das Fahrrad zu nehmen. Kleine Schritte, die eine große Wirkung haben können, wenn wir alle sie umsetzen würden!


CO2-Fasten – die Aktion hat mich zum Nachdenken gebracht.



Atempause. Ein Moment des Innehaltens um neue Kraft zu schöpfen.
Atempause - nicht nur für mich, sondern auch für Gottes gute Schöpfung.

 

Wann haben Sie zuletzt eine Pause gemacht und einmal bewusst durchgeatmet?Wir leben in Zeiten, in denen es für viele von uns nur wenige Momente des Innehaltens gibt. Oft sind wir getrieben von den alltäglichen Notwendigkeiten und das wirklich Wichtige kommt zu kurz.

 

Pfarrerin Dorothee Schaaf, Merkenbach

 

 

» Mehr Informationen  zur Aktion unter http://7wochenohne.evangelisch.de/

 

 

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