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» Vergebung» Versöhnung

V

Vergebung-Absolution

Unser Zusammenleben braucht Vergebung, weil wir immer wieder aneinander schuldig werden. Wo ich meinen Mitmenschen verletze, ihm Schaden zufüge, gewollt oder ungewollt, materiell oder seelisch, werde ich an ihm schuldig. Vertrauen ist gestört, beschädigt. Heilung kann nur dadurch entstehen, daß der Verletzte mir vergibt und so einen neuen Anfang unserer Beziehung ermöglicht. Vergeben ist mehr als Vergessen oder das so oft praktizierte „unter den Tisch kehren“. Die Bibel sieht in allem auch ein Schuldig-werden gegenüber Gott. Sie nennt das Sünde und ruft zur Umkehr, zur Buße. Sie sagt uns aber auch, daß Gottes Liebe, wie sie uns Jesus gelehrt und gelebt hat, größer als alle Schuld ist, die Menschen auf sich laden. Wir dürfen sie vor Gott bringen und der Vergebung gewiß sein. Dies gilt auch, wo Menschen uns nicht vergeben wollen oder können. Gottes Vergebung kann uns ganz persönlich, aber auch öffentlich zugesprochen werden. So geht bei der Abendmahls-, bzw. Eucharistiefeier, das Bekenntnis der Schuld voraus, in der evang. Kirche als formuliertes Beichtgebet, das uns zum Schuldbekenntnis ruft, in der kath. Kirche ähnlich oder als Ohrenbeichte. Wo Menschen ihre Schuld bekennen, wird ihnen Gottes Vergebung zugesprochen, Absolution erteilt.

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