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O wie Oekumene
Ökumene
Schon in der Reformationszeit trennten sich nicht nur die römisch-katholische und die evangelische Kirche, sondern auch evangelische Kirchen untereinander (lutherische und reformierte). Es hat sehr lange gedauert, bis endlich im 20. Jahrhundert ökumenische Verständigung angestrebt wurde. Der Begriff „Ökumene“ meinte ursprünglich den ganzen „bewohnten Erdkreis“ (gr. „oikos“ = Haus, Wohnung). Hieran denken auch heute die, die nicht nur die Versöhnung unter den getrennten Kirchen, sondern das friedliche Zusammenleben aller Menschen herbeiwünschen. 1948 wurde in Amsterdam der „Ökumenische Rat der Kirchen“ grgründet, dem heute weit über 300 Gliedkirchen angehören (nicht die römisch-katholische Kirche). 1973 schlossen sich auch die verschiedenen evangelischen Kirchen enger zusammen und vereinbarten Kanzeltausch und Abendmahlsgemeinschaft. Kann im Verhältnis zur römisch-katholischen Kirche Ökumene nur „Rückkehr nach Rom“ sein? Sicherlich nicht. Ökumene darf nicht unklare Kompromisse begünstigen. Wahrheitssuche unter dem Evangelium und Wahrhaftigkeit sind oberste Gebote. Als realistisches Ziel ist eine „versöhnte Verschiedenheit“ einschließlich der Abendmahlsgemeinschaft mit den katholischen Mitchristen anzustreben. Als eine Regel der Verständigung sollte gelten, vor allem die Stärken der jeweils anderen Seite zu würdigen. Dazu müssen wir uns noch besser kennenlernen und zusammenarbeiten, z.B. auch im Religionsunterricht in der Schule.
Die Ökumene umfasst in Deutschland nicht nur das Verhältnis zwischen der evangelischen und der römisch-katholischen Kirche. Das konfessionelle Spektrum ist hierzulande viel breiter als oft vermutet und in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Um die ökumenische Zusammenarbeit voranzubringen, ist am 10. März 1948 in Kassel die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) gegründet worden. Neben der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Altkatholischen Kirche wirkten an der Entstehung der ACK u. a. folgende Freikirchen mit: Baptisten, Methodisten und Mennoniten. Den Anstoß zur Gründung eines solchen Zusammenschlusses gaben ökumenische Kontakte aus der Zeit unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, als es darum ging, alle internationalen Kräfte zur Überwindung der wirtschaftlichen und sozialen Nöte in Deutschland zu mobilisieren. Die Freikirchen spielten damals zwar weder gesellschaftlich noch kirchenpolitisch eine große Rolle. In Ländern aber, aus denen Deutschland wesentliche Hilfe erhielt - etwa aus den USA -, waren und sind sie hingegen von großer Bedeutung.
Seit 1974 gehören die römischkatholische Kirche sowie die Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland zur ACK. Mit Wirkung vom 1. Januar 1992 schlossen sich die seit 1970 getrennten ost- und westdeutschen Arbeitsgemeinschaften wieder zusammen und unterzeichneten eine neue Satzung. In der Folgezeit hat sich die ACK weiter vergrößert. Sie umfasst heute 17 Vollmitglieder, vier Gastmitglieder und drei Beobachter. Die in der ACK zusammengeschlossenen Kirchen „bekennen den Herrn Jesus Christus gemäß der Heiligen Schrift als Gott und Heiland und trachten darum, gemeinsam zu erfüllen, wozu sie berufen sind, zur Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (§1 der Satzung). Voraussetzung für die Zugehörigkeit zur ACK ist die Anerkennung ihrer Satzung. Äthiopisch-Orthodoxe Kirche in Deutschland, Arbeitsgemeinschaft Anglikanisch-Episkopaler Gemeinden in Deutschland, Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland, Armenische-Apostolische Orthodoxe Kirche in Deutschland, Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (Baptisten), Die Heilsarmee in Deutschland, Evangelisch-altreformierte Kirche in Niedersachsen, Evangelische Brüder-Unität Herrnhuter Brüdergemeine, Evangelische Kirche in Deutschland, Evangelischmethodistische Kirche, Katholisches Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland, Koptisch-Orthodoxe Kirche in Deutschland, Griechisch-orthodoxe Metropolie von Deutschland, Russische Orthodoxe Kirche, Römisch-katholische Kirche (Deutsche Bischofskonferenz - Verband der Diözesen Deutschlands), Selbstständige Evangelisch-Lutherische Kirche, Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien in Deutschland: Apostelamt Jesu Christi, Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland, Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden Ständige Beobachter: Religiöse Gesellschaft der Freunde (Quäker), Arbeitsgemeinschaft Ökumenischer Kreise e.V. (AÖK), Evangelisches Missionswerk in Deutschland.
Opfer
Geopfert wurde in allen Religionen. Alles, sogar Menschen landeten auf allen Altären. Entweder aus Angst oder um etwas zu erreichen. Die Kreuzigung Jesu wird als Opfer verstanden. Was ist das aber für ein Gott, der will, daß sein Sohn geopfert wird? Muß er dessen Zorn besänftigen, der uns sonst treffen würde? So wird der Gott der Liebe für viele fragwürdig. Tatsache war: Jesus starb am Kreuz und wurde von Gott auferweckt, uns zum Heil. Die ersten Christen wollten das begreifen. Sie taten das in verschiedenen Bildern, wie dem des Opfers. In Israel wurde das große Versöhnungsopfer gebracht. Die Sünde der Menschen stand trennend wie eine Mauer zwischen Gott und den Menschen. Durch das Opfer wurde die Trennung aufgehoben, der Weg zu Gott war offen. Wichtig ist: Gott selbst hat sich mit Jesus so identifiziert, daß nicht ein Mensch dem zornigen Gott geopfert werden mußte sondern daß Gott selbst diese Mauer der Schuld überwand, die die Menschen von Gott trennt. Das war Jesu Mission: den Menschen den Zugang zu Gott eröffnen. Seine Auferstehung hat gezeigt: Gott geht es ums Leben. Für Christen ist damit der Opferkult zu Ende. Opfer werden immer noch gebracht: dem Ehrgeiz, der Karriere, dem Erfolg. Ob diese Opfer dem Leben dienen ist für uns fraglich geworden.
Ostern
Ostern steht als Fest im Schatten von Weihnachten. Bunte Eier und süße Hasen (Fruchtbarkeitssymbole) sind stärker im Bewusstsein als Anlass und Inhalt des Festes. Osterspaziergang („Vom Eise befreit,...Goethe, Faust I), Ostermärsche (Friedensbewegung) Anfang des Frühlings (Termin: 1. Sonntag nach 1. Vollmond nach Frühlingsanfang) und Beginn der Reisesaison sind Ausdruck wiedererwachenden Lebens. Nach Passionszeit und Karwoche, die oft als bedrückend empfunden, ein Freudenfest (besonders ausgeprägt in der katholischen Liturgie). Entstanden aus dem jüdischen Passah-Fest, feierte die christliche Kirche Ostern ursprünglich an jedem Sonntag, erst später als Jahreshauptfest (das ist es bis heute in der orthodoxen Kirche). Weihnachten wurde damals noch nicht gefeiert. An Ostern feiert die Kirche die Auferstehung Jesu Christi und damit den Sieg des Lebens über den Tod. Christen bekennen, daß Gott seinen Sohn auferweckt hat. Sie berufen sich dabei auf Erscheinungen der Jünger und Apostel und verkündigen ihn als Herrn über alles. Ostern als Fest des Lebens gibt allen Bräuchen und Gewohnheiten, hinter denen es zu verblassen droht, durchaus Sinn. Ostern macht Mut. Ostern gibt Hoffnung
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