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Heil
Heil ist ein umfassender Begriff, der allgemein ein erfülltes, beglückendes und ewiges Leben beschreibt. Heil steht in engem Zusammenhang mit Gott. Im Alten Testament wird Gott selbst "Heil" genannt (Psalm 27). Israel macht Heilserfahrungen (z.B. die Befreiung aus Ägypten), später wird die Geschichte Israels unter dem Aspekt von Heil und Unheil gesehen. Im Neuen Testament machen viele Menschen heilende Erfahrungen mit dem Heiland Jesus Christus. Darin wird das christliche Verständnis von Heil deutlich: Dass Gott sich durch Jesus Christus den Menschen und der Welt liebevoll zuwendet und das Unheil wenden will, Tod in Leben, das Getrennt-Sein von Gott in die Gemeinschaft mit ihm. So wird das Heil schon jetzt spürbar, bleibt aber selbst auch Hoffnungsbild. Die eigene Vollendung steht noch aus. Im Krankenhaus stellt sich oft die Frage nach dem Zusammenhang von Heil und Heilung. Trage ich, wenn ich krank bin und es offen bleibt, ob ich geheilt werde, kein Heil in mir? Mir ist wichtig zu betonen, dass - bei allem Zusammenhang bspw. in den Heilungsgeschichten Jesu - es auch Heil ohne Heilung ( 2. Korin-ther 12,9) und Heilung ohne Heil (Lukas 17, 11-19) gibt. Das heißt: Krankheit und Heillosigkeit/Schuld sind nicht gleichzusetzen (vgl. Johannes 9, 3)
Heiliger Geist
Am Sonntag feiern wir Pfingsten, das Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes. In der Apostelgeschichte erzählt Lukas davon als Anfang und Ursprung der christlichen Kirche. Jesu Sterben war kein Schlußstrich, nicht das Scheitern eines genialen Weltverbesserers. Gott hat ihn und seine Botschaft, die Botschaft der Liebe, nicht im Grabe gelassen sondern zu neuem Leben erweckt. Durch seine Jünger, seine Gemeinde, seine Kirche soll sein Werk weitergehen. Durch uns Christen soll Gottes Liebe in Wort und Tat in die Welt getragen werden. Tief beeindruckt stehen wir heute zwar von dem wissenschaftlichen Fortschritt, den der menschliche Geist geleistet hat. Das Herz des Menschen aber ist das gleiche geblieben. Egoismus, Rücksichtslosigkeit, Lieblosigkeit, Haß, Fanatismus und Machtgier sind die gleichen geblieben. Eine Verwandlung des menschlichen Herzens braucht eine andere Kraft. Auch den Glauben an Gottes Liebe, die uns trägt, tröstet, stärkt und uns selbst zu echter Liebe befähigt, können wir zwar wecken aber nicht machen. Gott selbst muß in uns wirken. Er will es durch den Heiligen Geist, den Jesus seinen Jüngern verheißen hat, tun. Durch seinen Geist dürfen wir seine Werkzeuge sein.
Himmel
Der erste Kosmonaut Gagarin sagte nach seinem Raumflug: „Ich war im Himmel und habe Gott nicht gesehen. Es gibt also Gott nicht!„ Doch da hat er leider Himmel mit Himmel verwechselt. Im Englischen läßt sich das genauer sagen: „sky„ ist der sichtbare Himmel, der Welt-raum. „Heaven„ ist der Himmel Gottes. <p<dieser></p<dieser></dieser><//dieser></p<dieser><//p<dieser></dieser><//dieser>Doch der Himmel wartet nicht erst nach dem Leben sondern schon in unserem Leben auf uns. „Das Himmelreich ist nahe„ war der erste Ruf Jesu. Überall da, wo Wahrheit ist, Frieden, Gerechtigkeit, Liebe und menschliches Miteinander, da ist etwas vom Himmel Gottes, von seinen guten Gaben für uns, zu spüren. Oft ist es nur bruchstückhaft wie eine Ahnung, wie ein Moment. Aber dieser Glücksmomente verweisen auf den Himmel, Gottes Liebe, die in uns ist und um uns und der diese Erde unsichtbar umhüllt und durchdringt wie die Luft.
Hoffnung
„Hoffentlich regnet es nicht im Urlaub„: so ein Satz drückt keine Hoffnung sondern Angst aus. Hoffnung ist dagegen die Erwartung von etwas Positivem, Zukünftigen. Schwangere Frauen sind in guter Hoffnung„. Hoffnung hat mit Achtsamkeit zu tun. Ein Hirsch „hofft„, er stutzt weil er etwas unvorhergesehenes gehört oder gesehen hat. Unvorhergesehen, positiv, zukünftig: das sind die Begriffe der Hoffnung. Für mich wird so das Handeln Gottes beschrieben. Keiner konnte damit rechnen aber die israelischen Sklaven werden aus Ägypten befreit. Keiner konnte damit rechnen aber Jesus wird zum lebendigen Christus aus dem Tod auferweckt, ein Schicksal das uns allen blüht!. Die Hoffnung ist also nicht wage, unbestimmt. Hoffnung stützt sich auf etwas, was ich oder andere schon erlebt haben. Die Hoffnung läßt sich erzählen, ob Geschichten der Bibel oder, z.B., Geschichten von Menschen, die den Krieg überstanden haben. So wird Hoffnung weitergegeben. Doch die Vergangenheit ist nur ihr Fundament. Sie zielt darauf, daß Gott auch in der Zukunft seinen Menschen hilft. Aber nicht voraussehbar, berechenbar sondern unverhofft. Wer hofft, bleibt aufmerksam.
Hölle
„Das Christentum ist schon komisch. Es verbreitet Furcht, wo es nichts zu fürchten gibt. Und es schenkt Hoffnung, wo es nichts zu hoffen gibt.“ (Zitat aus dem Film, der codierte Mann“) Mit der Hölle ist oft gedroht und Furcht verbreitet worden. Hölle ist – auch biblisch – das Sinnbild für den Ort alles Lebensfeindlichen, der Ver-dammnis, der Qual (vgl. Mt. 25, 42; Lk 6,23; Jes 66,24). In der christlichen Tradition hat man auch von der Höllenfahrt Jesu gesprochen. Diese Rede hat v.a. zwei Dimensionen: In einer seelsorgerlichen Dimension predigt Jesus den Toten das Evangelium, die er nicht erreicht hat. Gleichzeitig durchlebt er selbst die größten Leiden, die ab-solute Erniedrigung. Es gibt kein Leiden, das er nicht kennt und keinen Leidenden, dem Christus nicht nahe ist. In der rettenden Dimension wir die Hölle entmachtet weil Christus der Herr über Lebende und Tote ist (Christus hat die Schlüssel der Hölle und des Todes, Offb 1, 18). Anders als jenseitig lokalisierter Ort ist die Hölle noch da mächtig, wo Menschen sich Orte gegenseitig zur Hölle machen.
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