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Abba
Abba
„Welche Popgruppe wird schon in der Bibel erwähnt?“ So könnte eine natürlich nicht ganz ernst gemeinte Quizfrage lauten. „Abba“ ist in aramäischer Sprache die Anrede Gottes: „lieber Vater“. Kann man Gott auf diese so persönliche Art ansprechen? In der Kirche haben sich vielerlei Anreden herausgebildet: So spricht man unter anderem vom barmherzigen Gott und Vater; vom allmächtigen und gütigen Gott; vom treuen Gott; vom Vater im Himmel oder vom Herr, unserem Gott.
Dass wir Gott mit „Vater“ anreden, entspringt einer Aufforderung Jesu. Er redet Gott im Vaterunser so kindlich-vertrauensvoll an, dem Gebet, das er seinen Jüngern gelehrt hat. Gott wird als Gegenüber, als Gesprächspartner, als „Du“ gedacht. Das Verhältnis zu Gott kann als sehr persönliches verstanden werden: „Abba“ ist die im Familienkreis gebräuchliche Anrede, die auf Gott übertragen werden kann und soll. Jesus betete so zu Gott (Markus 4,36) und die ersten Christen sind ihm darin gefolgt, das s sie sich als Kinder Gottes verstanden: „Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsst; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!“ (Römer 8,14f.)
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