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Beerdigung | Tod und Trauer

 

 

Einen Menschen loszulassen, ist wohl die schwerste Aufgabe, vor die uns das Leben stellt. Der Tod eines Menschen, der uns verbunden war, kann das eigene Leben ins Wanken bringen. Selbst wenn sich der Tod lange vorher angekündigt hat, zum Beispiel durch eine schwere Krankheit, wird er doch häufig als „plötzlich“ erlebt. Auf diesen Seiten haben wir Ihnen einige Informationen zusammen gestellt, die Ihnen helfen können. Sie finden hier auch Hinweise, welche organisatorischen Dinge Sie im Trauerfall in Ihrer Familie klären müssen.

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Bibelworte für die Traueranzeige

Es gibt sehr viele wert- und trostvolle Bibelworte als Wegbegleiter beim Abschiednehmen. Eine Auswahl

von geeigneten Bibelworten für die Traueranzeige und den Trauergottesdienst finden Sie » hier.

 

 

Checkliste

 

Der Tod eines Angehörigen bedeutet nicht nur Trauer und Schmerz. Es gibt auch vieles zu organisieren. Die Bestattung, die Erbschaft, die Versicherungen bis zum Zeitungsabo - vieles ist zu beachten und zu regeln. Die folgende Liste soll Ihnen dabei helfen.


» Checkliste  |  » Download (pdf, 22 KB)

 

„Freut euch mit den Fröhlichen
und weint mit den Weinenden“
Römer 12, 15

Jeder Mensch lebt in Beziehungen. Es ist daher gut, den Tod eines Menschen anderen öffentlich bekannt zu machen. Über eine Todesanzeige beispielsweise können über den engsten Familien- und Freundeskreis andere Menschen informiert werden und schließlich Anteil nehmen. Wenn Sie es möchten, laden Sie öffentlich zum Trauergottesdienst ein. Den Angehörigen tut es gut, zu sehen in welchen Bezüge der Verstorbene gelebt hat.

 


 

 

Tipps für die Angehörigen

 

Die Pfarrerin oder der Pfarrer als Ansprechpartner

Ihre Pfarrerin oder Ihr Pfarrer weiß, in welcher seelischen Situation Sie sich befinden, und wird Ihnen behutsam und angemessen begegnen. Sie oder er hilft Ihnen, wichtige Stationen wie die Trauerfeier zu meistern. Der Abschied von einem geliebten Menschen und der anschließende Trauerprozess verläuft nicht in vorhersehbaren Bahnen. Ihre Pfarrerin oder Ihr Pfarrer steht Ihnen auch in der Zeit nach der Bestattung seelsorglich zur Seite.



Ihre Kirchengemeinde steht Ihnen auf Wunsch in den schweren Stunden des Abschieds und auch danach zur Seite. Neben der seelsorglichen Begleitung hält Ihre Kirchengemeinde viele Angebote bereit, die in dieser Situation helfen. Eine Tradition in der evangelischen Kirche haben:


• Sterbebegleitung
• Aussegnung
• Trauergespräch
• Bestattungsgottesdienst
• Fürbitten im Gemeindegottesdienst
• Trauerbesuch
• Gedenken am Ewigkeitssonntag (Totensonntag)

 

 

Aktiv auf Trauernde zugehen

Es tut trauernden Menschen gut, zu reden. Sie verarbeiten ihre Gefühle, wenn sie erzählen können, wie alles geschah und wie es ihnen jetzt geht. Falls Sie einem Trauernden helfen möchten, dann ergreifen Sie ruhig die Initiative. Gehen Sie auf denjenigen zu und fragen ihn, wie es ihm geht. Bieten Sie ein Stück ihrer Zeit und Aufmerksamkeit an. Machen Sie zum Beispiel einen konkreten Vorschlag: „Hast du am Dienstag Zeit? Dann können wir uns treffen und reden".

 

 

Kinder aktiv einbeziehen

Auch Kinder müssen lernen, mit dem Verlust eines Menschen umzugehen und mit ihrer Trauer zu leben. Wichtig ist es, sie in dieser Situation nicht allein zu lassen. Seien Sie ehrlich zu Kindern und vermeiden Sie Sätze wie „Oma schläft nur“. Kleine Kinder finden oft eigene Formen, das Geschehene zu verarbeiten, z. B. im Spiel. Ältere Kinder kapseln sich manchmal ab. Geben Sie ihnen dann die Gelegenheit zu reden, aber drängen Sie sich nicht auf. Vielleicht findet eine Freundin, ein Freund oder ein naher Verwandter eher den Zugang zum Gespräch.


Selbstverständlich können Kinder bei einer Trauerfeier dabei sein. Man sollte aber bedenken, dass vor allem kleinere Kinder die Endgültigkeit des Todes noch nicht unbedingt verstehen können. Bereiten Sie ein Kind auf das vor, was während einer Trauerfeier geschieht. Erklären Sie ihm, dass auch Erwachsene weinen und dass die schwarze Kleidung ein Zeichen der Traurigkeit ist. Schildern Sie kurz den Ablauf, damit das Kind nicht erschrickt, wenn der Sarg am Ende in die Erde gesenkt wird.



Einem Kind gibt es Sicherheit, wenn es während der Trauerfeier von einem nahestehenden, aber nicht zu stark betroffenen Erwachsenen begleitet wird. Fragen Sie Jugendliche, ob sie einen Freund oder eine Freundin zur Trauerfeier mitbringen möchten. Vielleicht tut es ihnen auch gut, bereits beim Trauergespräch mit dabei zu sein oder bei der Gestaltung der Trauerfeier zu helfen.

 

 

Trauernetz.de bietet weitere Hilfen im Internet


Carmen Berger-Zell, eine Pfarrerin aus der EKHN, ist die Frau, die die Internetseite „Trauernetz“ redaktionell betreut. Auf dieser Internetseite können Trauernde die Namen der Verstorbenen im Trauerbuch eingetragen, Gebete finden oder schreiben und sich im Forum mit Gleichgesinnten austauschen. Trauernetz.de ist das zentrale Webangebot für Trauernde in der evangelischen Kirche.

» Link zu Trauernetz

 

 


Fragen zur Bestattung

 

Wer entscheidet, wie ein verstorbener Angehöriger bestattet wird?
Oft äußern Menschen Wünsche hinsichtlich ihrer Beerdigung. Diese Wünsche sollten nach Möglichkeit auch respektiert werden. Wenn die Bestattungsform im Testament erwähnt ist, müssen Sie sich als Angehörige daran halten. Wenn keine Wünsche geäußert wurden, entscheiden die nächsten Verwandten. Sprechen Sie mit der Pastorin, dem Pastor oder dem Bestatter hinsichtlich der Liedauswahl und der Möglichkeit besonderer Formen der Bestattung.

 

Ist eine Feuerbestattung christlich vertretbar?
Aus der Sicht des christlichen Glaubens ist die Bestattung in der Erde nicht besser oder schlechter als die Einäscherung. Es ist oft einfacher und günstiger, die Trauerfeier mit der Beisetzung der Urne zu verbinden. Allerdings sind dann die Spuren des Menschlichen kaum mehr erkennbar; der Abschied wird „entpersonalisiert“, also von der konkreten Person ein Stück weit abgelöst. Wünschenswert bleibt darum die Trauerfeier vor der Einäscherung.

 

Warum wird öffentlich auf dem Friedhof beerdigt?
Die Trauer braucht einen Ort, und die Hinterbliebenen ein Grab, zu dem sie hingehen können. Darum sollten Beisetzungen möglichst öffentlich und nicht „anonym“ erfolgen, so gehört auch zu einem Urnen- oder Rasen-Grab der Name des/r Verstorbenen.

 

Kann jemand, der nicht in der Kirche war, kirchlich beerdigt werden?
Wer aus der Kirche austritt, erklärt damit, dass er auf eine kirchliche Trauerfeier verzichtet. Stattdessen kann ein freier Redner die Trauerfeier durchführen. Die Kosten für den Redner müssen Sie selbst bezahlen, und die Bestattung gilt dann nicht als kirchliche Bestattung. Wenn Sie als Angehörige Trost suchen, können Sie sich selbstverständlich an Ihren Pastor / Ihre Pastorin wenden.

 

Gibt es eine ökumenische Bestattung?
Nein. Eine Bestattung erfolgt in der Regel in der eigenen Konfession. Ausnahmen müssen mit dem zuständigen Pfarramt abgesprochen werden.

 

Kann ein Selbstmörder, kirchlich bestattet werden?
Ja, ein Selbstmord ist kein Hinderungsgrund mehr für eine kirchliche Bestattung.

 

Was ist eine Aussegnung?
Nach der alten Tradition wurde von dem Verstorbenen im Haus Abschied genommen. In vielen Dörfern gibt es diese Tradition der Aussegnung des Verstorbenen im Wohnhaus noch immer. Fragen Sie in Ihrer Gemeinde um Rat und äußern Sie Ihre Wünsche.

 

Kann ich auf einem Friedhof meiner Wahl bestattet werden?
Mit der Kirche gibt es dabei keine Probleme. Es liegt eher an den Ordnungen der örtlichen Friedhofsverwaltungen, ob sie eine Bestattung Auswärtiger zulässt.

 

Was kostet eine Beerdigung?
Neben den Kosten für Sarg, Grab und Kränze können noch Gebühren für die Nutzung der Friedhofskapelle / Kirche und die Inanspruchnahme des Organisten oder der Organistin hinzukommen.

 

Muss bei einer Trauerfeier unbedingt gesungen werden?
Natürlich kann man auf Lieder bei der Trauerfeier verzichten. Aber bedenken Sie, der Gesang kann hilfreich sein und Ihnen in Ihrem Schmerz Trost spenden. Auch wenn Sie selbst nicht singen wollen oder können gibt es meist Menschen im Trauergottesdienst, die mitsingen. Eine Alternative ist, neben dem Gesang ein oder zwei Instrumentalstücke spielen zu lassen.

 

 

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