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Viel Lob für Barrierefreiheit

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Ev. Kirchengemeinde Manderbach
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Viel Lob hat die Evangelische Kirchengemeinde Manderbach im Dekanat Dillenburg für den neuen barrierefreien Zugang zur Kirche vom Beirat für Senioren und Behinderte der Stadt Dillenburg erhalten. Das städtische Gremium zeigte sich angetan von der freiwillig initiierten Aktion. Etwa 13.000 Euro hat der Kirchenvorstand für die Baumaßnahme ausgegeben.

 

 

Einfache Lösung: Zusätzliche Tür lässt Gotteshaus stufenlos werden

„Es ist optimal gelöst worden“, sagt Ingrid Bernhammer, „es gibt im Stadtgebiet Dillenburg und darüber hinaus noch zu wenige Kirchen, die barrierefrei erreichbar sind“. Das Gremium, vertreten durch die Vorsitzende Ingrid Bernhammer sowie die Beiratsmitglieder Rüdiger Hofmann und Ramona Höge, setzt sich dafür ein, dass öffentliche Gebäude in Dillenburg und in den sieben Stadtteilen in Zukunft besser erreichbar werden. „Wir freuen uns sehr, dass die Kirchengemeinde die Barrierefreiheit als zukunftsweisendes Thema erkannt hat“, sagt die Vorsitzende Bernhammer, „angesichts des Demografischen Wandels ist dies eine sinnvolle Investition in die Zukunft.” Da der Anteil der älteren Menschen steige.

 

 

Aber nicht nur für Senioren oder Rollstuhlfahrer können Treppen eine Hürde sein, auch für Eltern mit kleinen Kindern, die den Gottesdienst besuchen wollen, fühlen sich mit Kinderwagen nicht selten ausgegrenzt. „Wir wollen Menschen nicht ausgrenzen, selbst wenn nur ein oder zwei Menschen pro Gottesdienst die Seitentür nutzen, hat sich die Investition gelohnt“, sagte Pfarrer Rabe.

 

 

„Es war nicht einfach, den Denkmalschutz für die Maßnahme zu gewinnen“, berichtet Günter Hermann, der Vorsitzendes des Bauausschusses. Vom Parkplatz vor der Kirche ist das Gotteshaus nun ebenerdig über eine zusätzliche breite Tür erreichbar. Im Kirchenschiff wurde eine Bankreihe entfernt, um für Besucher mit Rollstühlen Platz zu schaffen.

 

 

Schon jetzt werde die Tür gut genutzt, die Initiatoren zeigen sich mit der Akzeptanz und der Umsetzung sehr zufrieden. „Für unsere größtenteils Denkmalgeschützen Kirchen in den Dekanaten Dillenburg und Herborn kann die Kirchengemeinde Manderbach mit ihrer barrierefreien Kirche Modell für andere Kirchengemeinden werden“, sagte der Dillenburger Dekan Roland Jaeckle.

 

 

Ohne anderen zur Last zu fallen

 

 

In Manderbach gebe es eine Wohngruppe der Lebenshilfe, zu der die Kirchengemeinde seit Jahren gute Kontakte pflege, sagte Pfarrer Paul- Ulrich Rabe, und natürlich gebe es auch viele ältere Menschen, für die der bisherige Haupteingang mit seinen Treppenstufen trotz Geländer eine Hürde darstellte. Daher habe der Kirchenvorstand im März vergangenen Jahres den ebenerdigen Zugang beschlossen. Im Oktober war es endlich soweit.

 

 

Nach Gesprächen mit dem Denkmalschutz hat die Kirchengemeinde eine zusätzliche Tür in das Mauerwerk brechen können. „Eine Rampe am Haupteingang erwies sich nicht als praktikabel, der Steigungswinkel wäre zu hoch geworden. Daher mussten wir das Mauerwerk durchbrechen“, sagte Pfarrer Rabe. „Besonders zu hohen Feiertagen oder zu den Konfirmationen hat es in der Vergangenheit Probleme gegeben, wenn Menschen mit Behinderungen an Gottesdiensten teilnehmen wollten.“

 

 

Rüdiger Hofmann und Ramona Höge sind selbst auf Rollstühle angewiesen. Sie finden die ebenerdige Lösung ideal: „Es ermöglicht uns eine Selbstständigkeit, ohne anderen Menschen zur Last zu fallen. Das trägt nachhaltig zu einer gelebten Integration bei“, sagte Hofmann. Es sei ein ermutigendes Beispiel für andere Kirchengemeinden und andere öffentliche Gebäude.

 

 

Zur guten Umsetzung in Manderbach gehört zum ebenerdigen Zugang zur Kirche auch eine erreichbare und eine behindertenfreundlich umgerüstete Toilette im benachbarten Gemeindehaus, lobte Ramona Höge.

 

 

» Bild oben:
Ramona Höge (vorn, von links) und Rüdiger Hofmann sowie die Vorsitzende Ingrid Bernhammer vom Beirat für Senioren und Behinderte der Stadt Dillenburg waren beeindruckt vom Engagement des Kirchenvorstandes – vertreten von Günter Hermann, der Vorsitzendes des Bauausschusses (hintere Reihe, Mitte) und Pfarrer Paul-Ulrich Rabe.

FOTOS: Becker-von Wolff

 

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