Willkommen längs der DillWillkommen längs der Dill


Evangelische Kirchengemeinde Fleisbach

Pfarr-Ehepaar
Bernd & Brigitte Hagen
Pfarrer-v.-Oven-Str. 8
35764 Sinn-Fleisbach
Telefon:
0 27 72 / 52 200

> Mail

> Internet:

 
Brigitte Hagen
 
“Ziel unserer Arbeit ist,
eine Gemeinschaft zu bauen und zu gestalten, in der Glauben wachsen, sich erproben und entfalten kann - und Bestätigung erfährt.
In diese Gemeinschaft wollen wir einladen.”

Bernd Hagen



Zur Kirchengemeinde Fleisbach zählt eine Evangelische Kindertagesstätte:

Evangelische Kindertagesstätte
Leiterin Daniela Linder
Ringstraße 2a
Telefon: 02772 / 52 402


Evangelisch in | Fleisbach
 


Das Vorläufermodell steht in Wissenbach
Der neugotische Bau stammt von Architekt Ludwig Hofmann

Die Fleisbacher Kirche wird derzeit aufwendig restauriert. 200.000 Euro wird die Restaurierung kosten. Der Eigenanteil der Kirchengemeinde beläuft sich auf 50.000 Euro. Wir werden davon 25.000 Euro aus Rücklagen bestreiten und sind für die Restsumme auf Spenden angewiesen.

Ev. Kirche Fleisbach 
< Die evangelische Kirche
  in Fleisbach


> SPENDENKONTO:
Evangelische Kirchengemeinde Fleisbach
Konto-Nr. 91041901
Volksbank Dill eG
BLZ 51690000

Der Erbauer der Fleisbacher Kirche ist der Architekt Ludwig Hofmann aus Herborn (1862-1933). Als 18jähriger baut er zusammen mit seinem älteren Bruder Karl, dem späteren Professor für Architektur an der TH in Darmstadt, die evangelische Kirche in Wissenbach. Bereits mit 21 Jahren ist er selbständiger Architekt.

Die Fleisbacher Kirche - im neugotischen Stil erbaut - ist sein erster Kirchenbau, den er allein verantwortlich ausführt. 1887 ist er zur Grundsteinlegung der Kirche gerade 25 Jahre alt. Mit der Planung hat er schon als 19jähriger begonnen. Als späterer Kirchenbaumeister der Ev. Kirche von Hessen und Nassau plant und baut er unter anderem etwa 50 weitere Gotteshäuser.

Die heutige Innenansicht der Kirche entstand Anfang der achtziger Jahre bei der zweiten Renovierung. Die erste lag damals schon fast 30 Jahre zurück lag. Für die künstlerische Gestaltung - neue Farbgebung des Kirchenschiffs und Neugestaltung des Altarraumes konnte der Bildhauer Hermann Pohl (1917-1998) aus Kassel mit seinem Sohn Friedrich gewonnen werden. Besonderer Dank gilt vor allem dem damaligen Kirchenvorsteher Hans Gerd Rincker, dem Chef der Kunst - und Glockengießerei in Sinn. Leider konnte er die Fertigstellung des Lesepults, die letzte Arbeit von Hermann Pohl, nicht mehr erleben. Er verstarb im Jahre 1990, ein Jahr nach seinem 60. Geburtstag.

Biblische Geschichten und Tiere auf dem Türgriff
Hermann Pohl erzählt mit Vorliebe biblische Geschichten. Seine Kunstwerke sind in Bronze gegossen, in Stein gehauen, in Holz geschnitzt und in Farbe aufgetragen. Der Künstler sagt über seine Arbeiten in unserer Kirche: „Die Bibel mit ihren Geschichten ist ein Buch voller Bilder. Die Darstellungen in Fleisbach nehmen die alte Tradition christlicher Kunst auf, diese Bilder im Kirchenraum anschaulich zu machen." Der Kirchenraum mit seinen Bildern stellt den Weg und das Ziel des Glaubens dar. Der Weg beginnt mit dem Öffnen der Tür:
Auf dem Türgriff, in eindrucksvoller Schönheit gestaltet und auf kleinstem Raum zusammen gedrängt, sind „Bilder der Vergänglichkeit des Menschengeschlechts", Tod und Verzweiflung durch König Herodes, aber auch Glück und Geborgenheit unter einem Regenbogen zu sehen. Und immer wieder Tiere, die Zuflucht in der Arche Noah finden: Gazelle und Elefant, Tiger und Löwe, Kamel und Rind, Vögel und Schmetterlinge.

Im Tympanon thront der auferstandene Christus am See Tiberias, so wie es im Johannes-Evangelium, Kapitel 21, berichtet wird.
Wir treten in den Raum. Gestühl und Empore sind in Farben der irdischen Welt gemalt, darüber im Blau des Himmels, die Evangelisten.
Der Weg führt - am Taufbecken vorbei - in den Chorraum. Auf der Schwelle weist Johannes der Täufer auf Christus hin.
Im oberen Teil der Taufe, direkt unter der Bronzeschale, sind die 12 Apostel dargestellt. Hier ist Bezug genommen auf Epheser 2,20 „... erbaut auf dem Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist".

Im unteren Teil befinden sich Szenen aus dem Alten Testament. Hier spielen Feuer und Wasser jeweils eine Rolle: Mose am brennenden Dornbusch, Der Untergang von Sodom und Gomorra, Jona im Walfisch und Noah und die Sintflut. Die Kanzel stützen Adam und Eva. Ihr Tun brachte den Menschen das Wissen von Gut und Böse und zugleich das Ringen um Erkenntnis im Wort. Die rote Farbe bedeutet, dass hier der Ort der Verkündigung ist.

Im Chor zeigen 7 Bilder den Propheten Elia, der mit seinem Leben auf den Messias hinweist, so wie es im Buch der Könige (1. Könige, 17. Kapitel bis 2. Könige) berichtet wird. In der Mitte stellt der Altar, der Tisch des Herrn. Hier wird das Abendmahl ausgeteilt. Die Möglichkeit, mit dem Herrn durch Essen und Trinken verbunden zu sein, ist Grund zu größter Freude und Mittelpunkt unseres Glaubens. Daher wurden hier die stärksten Farben gewählt. Die Cherubin sind Wächter und Diener des Heiligtums.
Fleisbach_Engel bringt Elia Brot und Wasser


Der Weg und sein Ziel erscheinen noch einmal im Bronzebild über dem Altar. „Eine Predigt in Bronze", wie es damals Pfarrer Reichardt bei der Einweihung im Festgottesdienst zu Ostern 1983, treffend formulierte. Drei Geschichten aus dem Johannes-Evangelium sind um das hängende Altarkreuz angeordnet:
Das untere Bild stellt die Samariterin dar (Joh. 4,5-26) Sie schöpft Wasser aus dem Brunnen, den Erzvater Jakob gegraben hat. Christus aber bietet ihr das Wasser des Lebens an.
Das mittlere Bild zeigt die Heilung des Blinden (Joh. 9,1-11) Der Blindgeborene erhält mit dem Augenlicht die Möglichkeit, Christus zu sehen und zu bekennen. Darüber erscheint die Auferweckung des Lazarus (Joh. 11, 17-45). Christus weckt den, der schon 4 Tage im Grabe liegt, auf. Zwei Bänder verbinden die Figuren; sie stellen den irdischen Weg in der Zeit dar, den Christus mit uns zusammen geht. Die 12 Öffnungen in den Bändern können die 12 Monate sein.

Beim Anblick des Kreuzes wird uns gewiß, dass die Menschen in der Begegnung mit Christus das werden können, was sie nach dem Willen Gottes werden sollen: Menschen seines Wohlgefallens. Das soll uns jeden Sonntag aufs neue froh und dankbar stimmen.

Mit dem bronzenen Lesepult (Ambo) und dem ebenfalls bronzenen Ständer der Osterkerze schließt sich der Kreis der Bilder im Altarraum. Diese beiden Kunstwerke stammen nicht mehr aus der Hand Hermann Pohls, sein Sohn Friedrich, der schon hier uns da bei den älterren Stücken mitgearbeitet hatte, hat Pukt und Ständer geschaffen.

In der Mitte des Lesepults steht als zentrale Aussage der auferstandene Christus mit Adam („der Mensch") und Eva („Mutter alles Lebendigen"), stellvertretend für die gesamte Menschheit. Am unteren Ende erscheint im Reich der Toten der Teufel mit geballter Faust.

Auf den beiden Seiten sind Menschen, Tiere und Pflanzen dargestellt. Sie alle, der gesamte Kosmos, ist der Erlösung teilhaftig. Wenn wir im Glaubensbekenntnis sprechen: „... hinab gestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten...", ist dies die Darstellung auf dem Lesepult. Nach seiner Kreuzigung steigt der Heiland herab, nicht nur die Lebenden, sondern auch die schon Gestorbenen zu erlösen.

Von seiner Auferstehung spricht der Kerzenständer. Auf ihm finden wir die Begegnung des Auferstandenen mit Maria Magdalena am Ostermorgen.

Das Landesamt für Denkmalspflege Hessen hat unsere Kirche im Jahre 1986 in die Do-kumentation Baudenkmale in Hessen mit folgender Begründung aufgenommen: „Die Fleisbacher Kirche ist Kulturdenkmal aufgrund ihrer künstlerischen, geschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung". (G. Vorländer 09/04)

Wenn Sie Fragen zu unserer Gemeinde haben, wenden Sie sich bitte an das Evangelische Pfarramt. Die Adressen finden Sie rechts.
Unser Pfarr-Ehepaar, Bernd und Brigitte Hagen, teilen wir uns mit der Evangelischen Kirchengemeinde Merkenbach.

 

 

Startseite | Impressum | Kontakt | Suche | Newsletter Losung | EKHN | EKD