|
|
|
|
|
Diakonie | in den Evangelischen |
||
|
Die Diakonie Katastrophenhilfe arbeitet seit Jahren in Haiti. Ihre Mitarbeiter leben vor Ort, kennen das Land und sind einsatzfähig. Durch die enge Zusammenarbeit mit örtlichen Partnerorganisationen und weiteren kirchlichen Hilfswerken kann die Diakonie Katastrophenhilfe schnell und an der richtigen Stelle Hilfe leisten. Die Überlebenden brauchen dringend Nahrungsmittel, Decken, Trinkwasser und Medikamente. Sie brauchen Unterstützung für den Wiederaufbau. Experten rechnen, es werde Jahre dauern, bis die gesamte Infrastruktur des Landes wieder aufgebaut sein wird. Stark betroffen sind, laut Nissen, gerade die dicht besiedelten Slums an den Hängen der Hauptstadt, wo es zu Erdrutschen kam. Weitere Nachbeben verängstigen die dort lebenden Menschen. Schulen, Krankenhäuser, Kirchen und die Hütten der Armen sowie der Palast des Präsidenten, sie alle fielen in sich zusammen wie Kartenhäuser. Bislang gibt es nur Schätzungen über die Höhe der tatsächlichen Opfer. Haiti war gerade erst dabei, sich von den Folgen der verheerenden Wirbelstürme der letzten Monate zu erholen. In ganz Port-au-Prince, der Hauptstadt des Landes, kann nur noch ein einziges Hospital Verletzte behandeln, alle anderen Krankenhäuser sind zusammengestürzt oder schwer beschädigt. In dem Gebiet, das am schwersten erschüttert wurde, leben den Vereinten Nationen zufolge rund 238.000 Menschen. Besonders betroffen ist die Hauptstadt Port-au-Prince. Das Epizentrum des Bebens lag nur 16 Kilometer von der Hauptstadt entfernt, die mit ihren 1,2 Millionen (meist armen Einwohnern) völlig überbevölkert und unterversorgt ist. Astrid Nissen, Projektleiterin der Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti (Bild), berichtet: "Nach dem Erdbeben gibt es zahlreiche Tote, Verletzte und schwere Verwüstungen. Tausende Menschen sind auf den Straßen, sitzen auf dem Boden, singen, beten. Es gibt kein Licht, keinen Strom, keine Telefonverbindung. Ich habe in drei Krankenhäusern Ärzte gesehen, die bei Kerzenlicht Verletzten helfen." Nichts funktioniert mehr. Die Menschen suchen unter den Trümmern nach Angehörigen und Freunden. Viele sind nur mit dem nackten Leben davongekommen und stehen vor dem nichts. Schwere Zerstörungen wurden dem Team der Diakonie Katastrophenhilfe auch von außerhalb der Hauptstadt gemeldet. Die Stadt Leogane westlich von Port-au-Prince ist bis zu 80 Prozent zerstört. Die Einwohner leben seitdem im Park. In der Küstenstadt Jagmel leben 5000 Menschen in einem Flüchtlingslager unter widrigsten Bedingungen. Für die Bewohner dort ist Hilfe unterwegs: Die Diakonie Katastrophenhilfe organisiert die Lieferung per Schiff von Moskitonetzen, Matratzen und Hygienesets. Knapp 4000 Euro in einer Kollekte Angesichts dieser Situation ist eines klar: Die Menschen in Haiti brauchen schnelle und unbürokratische Hilfe. Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet seit 2005 permanent Hilfe in Haiti, das als ärmstes Land in der westlichen Hemisphäre gilt und seit Jahrzehnten eine anhaltende soziale Krise durchlebt. Rund 70 Prozent der rund neun Millionen Haitianer leben in tiefer Armut, das Land ist in hohem Maße auf externe Hilfe angewiesen. Naturkatastrophen wie Hurrikans und Überschwemmungen peinigen das Land in regelmäßigen Abständen und verstärken die Misere. Für Nothilfe und Wiederaufbau nach dem Erdbeben bittet die Diakonie Katastrophenhilfe dringend um Spenden. Die Hilfsbereitschaft ist sehr erfreulich: „Die Kollekte hat an einem Sonntag in Frohnhausen beispielsweise 3236 Euro ergeben“, sagt Dekan Roland Jaeckle. Er dankte allen Spenderinnen und Spendern. In Hirzenhain fällt die Kollektensumme etwas geringer aus, aber so stellt Pfarrer Michael Brück fest, die Beträge liegen deutlich über dem Niveau. Etwa 1000 Euro sind so über verschiedene Wege zusammen gekommen. Allein 300 Euro haben davon die Schulkinder gesammelt, berichtet Brück. Wie die Kirchengemeinde Frohnhausen und die Kirchengemeinde Hirzenhain rufen viele Kirchengemeinden weiter offen zu Spenden auf. Bei den Evangelischen Pfarrämtern können Spenden für Haiti abgegeben werden. Diese werden dann an die Diakonie Katastrophenhilfe weitergeleitet. Wer direkt spenden möchte, kann auf das folgende Konto überweisen: Konto-Nummer 4100 000 bei der EKK Kassel, BLZ 520 604 10, Stichwort: "Haiti" oder online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/haiti
|
||
|