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Andree Best

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> Aktion: “Sieben Wochen Ohne"
Motto der 25. Aktion ruft zur „Verschwendung für andere“ auf

Region. Am Aschermittwoch startet die 25. Fastenaktion “Sieben Wochen Ohne“. Das Motto könnte in diesem Jahr für Verwirrung sorgen: „Verschwendung! - 7 Wochen ohne Geiz“. Dahinter verbirgt sich die Idee, in der Fastenzeit nicht nur den traditionellen Regeln des Verzichts und der Entsagung zu folgen. „Sieben Wochen Ohne“ möchte aufgerufen, ihre Menschlichkeit für andere zu verschwenden. Etwa mit einer Einladung für jemanden, der sonst nicht auf der Gästeliste steht, mit einem Gespräch, ohne auf die Uhr zu schauen, mit einer freundlichen Geste für die Person, die einem nicht wohl gesonnen scheint, oder mit einem Hilfsangebot, auch wenn dadurch das Wochenende noch kürzer wird. > Mehr dazu

Von Pfarrvikar Andree Best,
Evangelische Kirchengemeinde Herborn

Herzlichen Glückwunsch! An alle, die am 29. Februar Geburtstag haben: Dieses Jahr dürfen Sie mal wieder „richtig“ feiern. Aber auch herzlichen Glückwunsch an uns alle, denn irgendwie bekommen wir in diesem Schaltjahr auch einen Feier-Tag geschenkt – 24 Stunden mehr! Und das, wo wir doch alle immer keine Zeit haben. Eigentlich ein Grund zu feiern, nicht?

Wie nutzen Sie dieses Mehr an Zeit? Für die Einen ist es einfach ein Arbeitstag mehr, für die Anderen geschenkte Zeit. Ich möchte Sie einladen in dieser Fastenzeit mit den zusätzlich geschenkten Stunden bewusst umzugehen:

 Machen Sie etwas, wofür Sie sonst keine oder nur zu selten Zeit haben: mit den Kindern spielen, spazieren gehen oder auch einfach mal nichts tun. Die Aktion „Sieben Wochen ohne...“ der Evangelischen Kirche in Deutschland steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Sieben Wochen ohne Geiz.“

 Auf der ersten Blick irritierend, aber weiter durchdacht notwendig. Geizen sie zum Beispiel nicht mit Ihrer Zeit, verschenken Sie doch mal dieses kostbare Gut, denn letztlich ist unsere Zeit auch nur ein Geschenk. Vielleicht muss man erst alt werden, um zu erkennen, welch Kostbarkeit dieses Präsent ist; vielleicht muss man erst erkennen, dass auch die Zeit des Menschen begrenzt ist, um zu schätzen, was so selbstverständlich zu sein scheint.

 Ich weiß nicht, wie alt der Psalmbeter des 31. Psalms war, als er gebetet hat: „Meine Zeit steht in deinen Händen!“ Ich weiß nur, dass er mit dieser Erkenntnis Gelassenheit erfahren hat. Die Gelassenheit nicht immer funktionieren zu müssen, nicht immer allen Terminen hinterher zu rennen, sondern sich in all seinem Tun von Gott getragen zu wissen - auch und gerade im Spielen oder Nichtstun.

 Der Theologe Rabindranath Thakur hat das einmal so ausgedrückt: „Gott ehrt uns, wenn wir arbeiten, aber er liebt uns, wenn wir spielen.“ Egal was Sie mit den Ihnen zusätzlich geschenkten 24 Stunden oder 1440 Minuten oder 86400 Sekunden machen, Gott segne Ihr Tun und Lassen.
 

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